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s i g r i d g e e r l i n g s - s c h a k e
Sehr zum Leidwesen meiner Eltern und Lehrer: mein Lieblingsfach in der Schule war "Kunst" – das Unwichtigste und am wenigsten Nützliche im Leben eines erfolgreichen Menschen . . .
"Man kann nur vorwärts leben und rückwärts verstehen . . ."
Ich glaube heute – mein Leben rückwärts betrachtet – dass jeder Mensch, ausgestattet mit der Einmaligkeit seines ureigenen Lebensbausatzes (Wissenschaftler würden jetzt die Gene ins Spiel bringen) geboren wird und damit von Anfang an über seine ganz persönliche "Werkzeugkiste" verfügt: Sie ist mit allem ausgestattet, was er einmal für die erfolgreiche Arbeit an seinen zahlreichen "Lebensbaustellen" brauchen wird.
Aber wie im richtigen Leben greifen wir natürlich nicht immer gleich zum richtigen Werkzeug: weil’s mal wieder ganz schnell gehen musste oder wir wegen ständigem Durcheinander keine Lust zum Suchen hatten; der Meister, der uns zeigen könnte, welches Werkzeug genau jetzt zum Einsatz kommen sollte, ist unauffindbar oder irgendeine Betriebsblindheit hält sich mal wieder hartnäckig – wir kennen sie alle nur zu gut, diese kleinen und großen Widrigkeiten, die uns immer wieder dazu bringen, mit neuem Elan in unserer Werkzeugkiste zu kramen . . .
Im Laufe der Jahre stellte sich heraus, dass für mich zwei Werkzeuge zu den wichtigsten geworden waren und die deshalb so oft zum Einsatz kamen: Phantasie und Kreativität. Ich habe sie für mich als multifunktionale, überlebenswichtige Universalwerkzeuge entdeckt beim Leben und Erleben der kleinen und großen Lebensträume. Sie waren von Anfang an da, in der Kinder- und Teenagerzeit, damals von Eltern, Lehrern und den meisten Erwachsenen zu Unrecht oft verspottet und belächelt.
Dabei waren sie nicht nur im Praktischen und ganz Profanem verlässlich und erfolgreich einsetzbar, sondern immer auch das Mittel der Wahl, wenn die Seele – egal in welchem Alter - grade mal wieder ein "Baustellenschild" ins Fenster gehängt hatte . . .
So bedeutet Malen rückwärts verstehend für mich: mit meinen Händen und diesen beiden wichtigen und wertvollen Werkzeugen zu erarbeiten, was meine Seele sichtbar gemacht haben möchte . . .
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